+++ Haben Sie sich auch schon die Frage gestellt - "Bin ich Alkoholiker oder bin ich Co-Alkoholiker" - was ist das ? Wie kann ich mir, meinem Angehörigen, Kollegen oder Freund helfen ? Diese Seite gibt Ihnen umfangreiche Antworten auf Ihre Fragen und hilft Ihnen, sich über dieses Thema ausführlich ( mit umfangreichen Beiträgen - die einen Großteil der Thematik abdecken -, Videos und ausgewählten Links ) zu informieren - egal wo oder wie Sie leben. Sie haben hier die Gelegenheit, sich mit dem Thema Alkohol, Alkoholismus und Abhängigkeit vertraut zu machen. +++

 

 

 

 

Die meisten Frauen setzen alles daran, einen Mann zu ändern, und wenn sie ihn dann geändert haben, mögen sie ihn nicht mehr  - Marlene Dietrich ( deutsch-amerikanische Schauspielerin )






Co-Alkoholiker können Vater und Mutter, Ehefrauen und -männer, Geschwister und Freunde, Vorgesetzte und Arbeitskollegen , Therapeuten und Ärzte und sogar die eigenen Kindern sein. Sie sind Gehilfen, unwissentliche Verbündete des Abhängigen und doppelt Betroffene an Ihrer Krankheit. Sie tragen ungewollt Ihren Teil dazu bei, dass die Abhängigkeit sich verfestigt. Mitbetroffene sind natürlich vor allem Familienmitglieder bzw. Lebenspartner/-innen.

 

Schätzungsweise 8 Millionen Menschen in Deutschland leben in enger Gemeinschaft mit einem alkoholabhängigen Menschen. Der Co-Alkoholiker hat oft selber Schwierigkeiten mit sich selbst und braucht daher dringend Hilfe. Hilfe, sich aus der Co-Abhängigkeit zu lösen und ( wieder ) ein zufriedenes Leben führen zu können. Diese Hilfe auch für die Partner und Kinder von Abhängigen bieten die psychosozialen Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen an. Das auch der Co-Alkoholiker Hilfe braucht, ist ihm meist ebenso wenig klar wie dem Abhängigen in Bezug auf seine Person. Der Co-Abhängige ist ebenfalls abhängig. Abhängig von seinen unten genannten Eigenheiten.
 Trocken oder Tod (Dokumentation)

 

 

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Er fürchtet,


- sich vor der Verwandtschaft
schämen zu müssen,

- an Ansehen zu verlieren

- oder den Partner zu verletzen und ihm zu schaden. Er hat das Gefühl, er darf damit nicht aufhören.



Ein Co-Abhängiges Verhalten zeigt sich, wenn man:

- ihm Belastungen abnehmen oder ersparen will,

- ihn von
Alkohol und Trinkanlässen fernhält,

- das Verhalten des Abhängigen kontrolliert, indem sie Verstecke, in denen der Abhängige seine Suchtmittel verbirgt, sucht,

- Verantwortung für den Abhängigen übernimmt,

- ihn beim Lügen ertappen will,

- sein Verlangen entschuldigt oder rechtfertigt,

- selber unaufrichtig dem Abhängigen, anderen Personen oder sich selbst gegenüber ist, was die Tatsachen und Gefühle bezüglich der Abhängigkeit betrifft.

 

 

Das Leben vieler Angehöriger ist durch die Alkoholabhängigkeit massiv beeinträchtigt und oftmals leiden sie über lange Zeit mehr unter der Krankheit als der / die Betroffene selbst. Zu den Sorgen um die Gesundheit, ja das Leben des / der Betroffenen, kommen Belastungen wie ständige Überforderung, z. B. in Kindererziehung und Haushalt, finanzielle Probleme, Vereinsamung und viel zu häufig die ( sexuelle ) Gewalttätigkeit männlicher Betroffener. Doch viele Angehörige schämen sich und verheimlichen Ihr Leid. Vor allem Frauen reiben sich manchmal über Jahrzehnte in dem Bemühen auf, den Schein nach außen hin zu wahren und ihrem Partner / ihrem Kind zu helfen. So sind sie am Ende völlig vom Verhalten Ihres Angehörigen abhängig - sie sind - Co-abhängig. Von Nervosität und Schlaflosigkeit über Magenerkrankungen, Migräne und Depressionen bis hin zur eigenen Abhängigkeit reichen die typischen Folgen.

 

 

Kinder aus Suchtbelasteten Familien entwickeln eigene Strategien, um ihrer Familie zu helfen. Ihre Vereinsamung und Überforderung ist enorm. Das Risiko, später einmal selbst von Suchtmitteln abhängig zu werden oder sich von einem suchtmittelabhängigen Menschen abhängig zu machen, ist für Kinder aus suchtbelasteten Familien hoch. Ca. 60 % der mit Alkoholkranken verheirateten Frauen haben einen suchtkranken Elternteil.

 

 

Verhaltensregeln für Co - Alkoholiker

- Lassen Sie sich nicht auf seine vorschnellen Versprechen ein, die er gar nicht einhalten kann.

- Verhalten Sie sich ihm gegenüber konsequent und vermeiden sie alles was ihn davor bewahren kann, seine Lage zu erkennen.

- Machen Sie es sich immer wieder bewusst, dass Ihr Partner krank ist und Hilfe braucht.

- Drohen Sie ihm keine Konsequenzen an, die Sie gar nicht ziehen wollen.

- Vorwürfe und vergebliche Kontrollversuche sind sinnlos. Sie bringen den Betroffenen nicht zur Einsicht und führen meist nur zu sinnlosen Auseinandersetzungen.

- Nehmen Sie fachliche Hilfe in Anspruch

 

 

Der Co - Alkoholiker im Betrieb

siehe auch:

- Alkohol am Arbeitsplatz

- Kündigung

 

Co-Alkoholiker im Betrieb ist der Mitarbeiter, der es dem Alkoholiker ermöglicht, gegenüber den Vorgesetzten und anderen Mitarbeitern den Eindruck zu erwecken, seinen Dienstpflichten nachkommen zu können. Er handelt aus mangelnder Kenntnis um das Wesen der Alkoholabhängigkeit und in bester Absicht. Der Co-Alkoholiker ist bereit, die Folgen alkoholbedingten Fehlverhaltens von Kollegen, Untergebenen und Vorgesetzten zu beseitigen, Mitzutragen und zu decken.

 

Viele, die zu einem Abhängigen in engeren Beziehungen stehen, wollen ihm ehrlichen Herzens und guten Glaubens helfen. Oft schleichen sich in solche Hilfsangebote auch Gedanken an die Angehörigen des Abhängigen mit ein. Der Bogen der Hilfsangebote spannt sich weit. Stundenlanges Anhören der vermeintlichen Nöte und Ärgernisse des Kollegen, finanzielle Aushilfen, Unterstützung bei den betrieblichen Pflichten, frühzeitiges Nachhauseschicken, Empfehlungen der Bettruhe, guter Ärzte, Einladungen nach Hause usw.;

"Decken” Sie Ihren Kollegen nicht, indem Sie ihm Arbeit abnehmen oder vor dem Chef in Schutz nehmen. Dieses Verhalten wird als “Co-Abhängigkeit” bezeichnet. Sie fördern damit die Selbsttäuschung des Betroffenen, nehmen ihm Eigenverantwortung ab und fördern sogar seine Sucht.

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Der Alkoholabhängige trinkt nicht, weil er im Betrieb oder zu Hause Probleme hat, sondern er hat Probleme, weil er trinkt. Immer wieder gelingt es dem Abhängigen, diese Binsenweisheit auf den Kopf zu stellen.

Der Abhängige muss deutlich gesagt bekommen, dass er erst den Alkohol
lassen muss, um dann seine Probleme klären zu können und nicht umgekehrt.

 

 

siehe auch:

- Die Co - Alkoholischen Phasen

- zum Fragebogen " Sind Sie Co - Alkoholiker "

- psychosoziale Beratungsstellen

- Selbsthilfegruppen

- Vorurteile

- Vorwort